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Wolfgang Walkensteiner
- 1949
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geboren in Klagenfurt, Austria
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1966-67
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Kärntner Zeichen- und Malschule
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1967-68
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Akademie für Angewandte Kunst, Wien
Meisterklasse für Architektur, Prof.
Schlesinger
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1968-73
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Akademie der Bildenden Künste, Wien
Meisterklasse für Malerei, Prof. Weiler
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Contact
Wolfgang Walkensteiner
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Preise, Auswahl
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1972
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Silberne Füger-Medaille für Grafik,
Wien
Paul-Troger-Preis für Malerei, Wien
1. Preis bei Intart-Biennale, Udine
Grand Concours International de Peinture, Musee
2000, Luxembourg
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1973
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Förderungspreis für Bildende Kunst,
Kärnten
Goldene Füger-Medaille für Grafik,
Wien
Meisterschulpreis, Akademie der Bildenden
Künste, Wien
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1975
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Förderungspreis der Kärntner
Sparkasse, Klagenfurt
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1968-73
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Akademie der Bildenden Künste, Wien
Meisterklasse für Malerei, Prof. Weiler
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HOCKENDER, weiss, männlich
1996, 135 x100 cm, Eitempera/Cotton
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Einzelausstellungen, Auswahl
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1968
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Galerie Spitrastüberl, Klagenfurt
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1971
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Galerie M 59, Graz
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1972
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Kleine Galerie im Künstlerhaus,
Klagenfurt
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1973
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Kärntner Landesgalerie, Klagenfurt
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1975
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Kunstverein für Kärntne,
Klagenfurt
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1977
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Galerie auf der Stubenbastei, Wien
Galerie Slama, Klagenfurt
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1982
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Museumspavillon im Mirabellgarten, Salzburg
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1984
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Galerie Carinthia, Klagenfurt
Galerie Heide Curtze, Wien
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1986
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Atelier 2000 Wien
Galerie BiNZ 39, Zürich
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1989
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Kunstverein Für Kärnten,
Klagenfurt
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1990
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Galerie Holzer, Villach
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1992
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Technologiezentrum Digital, Wien
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1993
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Galerie Slama, Klagenfurt
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1994
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Kunstverein für Kärnten,
Klagenfurt
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1996
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Städtische Galerie, Linz
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1997
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Kärntner Landesgalerie, Klagenfurt
österreichisches Kulturinstitut, Istanbul
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UNTER DEM HUT
1996, 160 x 140 cm, Eitempera/Cotton
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Gruppenausstellungen, Auswahl
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1972
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Intart, Udine
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1972
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Musee 2000, Luxembourg
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1973
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Internationale Malerwochen,
Graz/Beograd/Zagreb/Ljubljana
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1976
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Intart Klagenfurt/Udine/Ljubljana
37. Biennale Internazionale d'Arte Venezia
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1980
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österreichisches Kulturinstitut,
Rom
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1981
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Forum Stadtpark, Graz
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1991
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Cite des Arts, Paris
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1994
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Taldemuseo, Lapinlahden, Finnland
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PAARPOSE MIT DENKBLASE
1996, 145 x 120 cm, Eitempera/Cotton
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"Zwanzig Jahre hineinschaufeln, zehn Jahre
hinausschaufeln, dann wird man Künstler"
Wolfgang Walkensteiner im Gespräch mit
Daniela Gregori und Rainer Metzger
Eine Beobachtung: Künstler - und dabei speziell
österreichische - die irgendwann einmal in ihrer Arbeit
einen konzeptuellen Zugang hatten, Scheibl etwa oder
Anzinger, selbstverständlich auch Du selbst, kehren im
Lauf der Jahre zu dezidiert malerischen Positionen
zurück: Nicht nur, daß sie sich des Mediums
Tafelbild bedienen - auch Veränderungen,
Fragestellungen, Experimente vollziehen sich nunmehr wieder
vor der Leinwand. Wieso, glaubst Du, ist das so?
WW: Ich kann nur von meiner eigenen Position sprechen, und
ich weiß natürlich auch nicht, warum die beiden
anderen das gemacht haben. Meine Auseinandersetzung mit
diesem ganzen konzeptuellen Bereich hätten zur
Konsequenz gehabt, aus der Kunst einfach auszusteigen. Ich
habe damals meine Farbgkeit reduziert auf die für mich
äußerste Grenze hin: Annoncen, die ich in
tageszeitungen gefunden habe, wurden auf Leinwände
geklebt, so daß der Eindruck einer grauen
Vereinheitlichung übermächtig wurde. Skulptur, mit
der ich mich damals beschäftigt habe, hat sich
reduziert auf Papierziegel. Schließlich gab es noch
diesen Objektansatz: Ich habe Wirbelsäulen gebaut, aus
weißen Rettichen hergestellt, kurze Stücke, die
ich geschnitten und ausgehöhlt und mit Gips
gefüllt habe. Insgesamt eine Reduktion in jede
Richtung: das Bild auf das Grau hin, die Skulptur auf die
Ziegelform und den Menschen auf seine Wirbelsäule.
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PFERDESCHÄDEL
1996, 70 X 90 cm, Eitempera/Cotton
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Hast Du eigentlich das Gefühl, jemals malerische
Positionen wirklich verlassen zu haben? über diesen Weg
des Reduzierens sieht es so aus, als wärest Du
jedenfalls den klassischen Gattungen treu geblieben.
WW: Es waren Tafelbilder, und sie sind es innerhalb dieser
Disziplin auch geblieben, das ist mir klar. Trotzdem
wäre es für mich die logische Konsequenz gewesen,
diese Reduktionen zu Ende zu führen, und das hätte
letztendlich aufhören bedeutet. Ich habe dann
tatsächlich ein Jahr nur verfliest und mich mit der
ästhetik am Bau beschäftigt, indem ich Badezimmer
für Freunde installiert, Wohnungen ausgemalt und
Maurerarbeiten getätigt habe. Das war eine sehr
schöne und spannende Zeit. Und schließlich:
alles, was man so hineinschaufelt in sich, muß nicht
nur immer wieder herausgeschaufelt werden, sondern es bleibt
auch einiges haften. Zwanzig Jahre hineinschaufeln, zehn
Jahre hinausschaufeln, dann wird man Künstler.
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CAPUT MORTUUM 7
1980, 60 X 45 cm, Eitempera/Leinen
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1976 hast Du auf der Biennale in Venedig ausgestellt.
Nebenan, im deutschen Pavillon, war Joseph Beuys zu sehen,
und Du schilderst ja des öfteren, daß Du von
dieser Nachbarschaft nicht unbeeinflußt geblieben
bist.
WW: Ich war damals einer der wenigen Maler vor Ort, und ich
war eigentlich sehr verunsichert, in einem gewissen Sinne
danebenzustehen mit der eigenen Arbeit. Parallel zur Malerei
hat mich ja das Objekt fasziniert, sodaß ich aus der
Bedingung heraus, über die Bilder nicht verstanden zu
werden, versucht habe, die Spuren dieser damaligen
Größen aufzunehmen und nachzusehen, was da
eigentlich geschieht. Ich habe mich natürlich mit
Marcel Duchamp zu beschäftigen begonnen. Mein ganzer
Ansatz war für mich dann über längere Zeit
hinweg ziemlich unbefriedigend.
Darin liegt eine zentrale Frage. Was leitet einen, wenn
man sich mit einer Galionsfigur des 20. Jahrhunderts
beschäftigt, von der man weiß, daß das, was
ihn zur Galionsfigur macht, gerade das war, daß er zu
malen aufgehört hat: Was leitet einen trotz oder gerade
wegen dieser Beschäftigung mit Duchamp, weiterzumalen?
WW: Dieses Weitermalen gehört schon wieder zu einer
anderen Epoche. Ich habe einfach gesehen, daß das
Konzeptuelle meinem Wesen nicht entsprochen hat. Der
kulinarische Zugang hat mir á la longue gefehlt. Nach
einem Jahr Pause habe ich beschlossen wieder schön von
vorne anzufangen, zeichnen zu beginnen und dann auch zu
malen.
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CAPUT MORTUUM 8
1980, 60 x 45 cm, Eitempera/Leinen
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Die eigene Arbeit mit dem Kulinarischen in Verbindung
zu bringen, ist interessant.
WW: Das Kulinarische als Anlaß, nicht als Endprodukt
dieser Auseinandersetzung.
Literatur
Der Umwandler (Wolfgang Walkensteiner). Mit Beiträgen
von Thomas Zaunschirm und Wolfgang Walkensteiner.
Unterbergen 1980.
Walkensteiner, Leda, etc. Mit Beiträgen von Gert Jonke,
Manfred Moser und Burghard Schmidt, Klagenfurt 1992.
Thomas Zaunschirm: W.W., in: Aspekte der Landschaft,
Graz/Klagenfurt 1974
Lee Springschitz, Walkensteiner, in: XXXVII. Biennale di
Venezia 1976, Wien 1976.
Arnulf Rohsmann, W.W., "Opening the center", in: Sechserlei,
Klagenfurt 1982
Thomas Zaunschrim, Haupt aus Glut und Wunden, in: Die
Brücke, Kärntner Kulturzeitschrift, Klagenfurt
1981
Daniela Gregori, Von Tod und kleinen Toden. In: Die
Brücke, Kärntner Kulturzeitschrift, Klagenfurt
1994.
Arnulf Rohsmann, W.W./Orpheus, Blutflut. In Krieg,
Klagenfurt 1996.
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