|
|
Arnulf Komposch e-mail:
komposch@netway.at
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
(Click on thumbnails to enlarge) SPIEGEL 1996, 37 x 37 - 54 cm
|
Die Spiegel des Arnulf
Komposch Ein Spiegel erwacht in dem Augenblick zum Leben, da er
etwas reflektiert. Die Spiegel des Arnulf
Komposch hingegen stellen gleichsam schon in ihrem
vorschöpferischen Zustand der Leere und der
Bewegungslosigkeit ihre eigenen Reflexionen an, erwecken
sich selbst zum Leben. Verfängt sich nun der Blick des
Betrachters in diesen Spiegeln, verwandelt sich die
Spiegelwelt in ein künstlerisches Zauberkabinett von
ebenso präziser wie unendlich variabler, immer aber
ästhetisch ansprechender Gesetzmäßigkeit,
wird aus dem Schau-Raum ein Bühnenraum und aus dem
Beschauer ein Mitspieler, ein Pantomime.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
SPIEGEL 1988, 150 x 160 cm |
Die Spiegel des Arnulf Komposch provozieren ein Spielerlebnis und eine Spielhandlung in Form von kaleidoskopischer Projektionsmöglichkeiten. Diese Provokation kommt einem Zwang gleich, denn es ist kaum möglich, vor einem Komposchspiegel unbeweglich zu bleiben, zu erstarren. So betrachtet, sind diese Spiegel nicht nur eine Art von Lichtstrahlen-Mobiles, sondern eminent theatralische Objekte, die der Mensch in Bewegung setzt und von denen er selber in Bewegung gesetzt wird. Die permanente Verwandlung ist: Verwandlung der Realität zu neuen Formen, in ständiger Bewegung. Ein nahezu futuristischer Traum, der hier zur Spiegelwahrheit wird. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
SPIEGEL 1994, 40 x 36 cm |
Die Spiegel des Arnulf Komposch
widerspiegeln auf völlig eigenständige Art die
Trends der gegenwärtigen künstlerischen
Bestrebungen: sie sind plakativ, sind Glas-Poster, sind
selbst die Plakate, die zum Spiel mit ihnen einladen; sie
schaffen einen Raum, der in Bewegung geraten und mit
Bewegung erfüllt werden kann, sich als Bühnenraum
anbietet; und letztendlich bieten sich mittels der Droge
optischer Gesetze dem Spiegel-Spieler die Möglichkeiten
eines Trips in ästhetisch schizophrene Welten. Die
Spiegel des Arnulf Komposch sind Kommunikationsobjekte, die
den Menschen mit dem Kunstwerk in Beziehung setzen, die
Isoliertheit des Einen wie des Anderen auf
selbstverständlich zwingende Weise überwinden. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
SPIEGEL 1996, 21 x 21 cm |
Komposchspiegel Man nennt ihn kurz und bündig den "Spiegelkomposch", und "Komposchspiegel" ist der lapidare Titel einer Dokumentation, die über ihn und seine Arbeit Auskunft gibt. Das Doppelwort ist zum Begriff geworden, bei Kennern ebenso wie beim Publikum. Aus gutem Grund. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
SPIEGEL 1996, 42 x 42 cm
|
Arnulf Komposch war (und ist) von Glas fasziniert: er studierte es, experimentierte damit, holte sich Anregungen bei den besten Glaskünstlern Europas, den Venezianern und Böhmen. Ergebnis war neben der handwerklichen Perfektion eine intime, er sagt: "sinnliche", Beziehung zum Material, ein Instinkt für die Möglichkeiten des schleifbaren, reflektierenden Glases. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
SPIEGEL 1985, 45 x 50 cm
|
So schuf er sich das Instrumentarium für sein
expressive Formensprache, für die intellektuelle
Raffinesse, mit der er das Eigenleben der Spiegel aktiviert.
Komposch-Spiegel produzieren die erstaunlichsten
Spiegelbilder, sie wecken und beflügeln die
Phantasie. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
SPIEGEL 1994, 31 x 42 cm |
Seit Spiegel allgegenwärtig sind, sind die magischen Kräfte, die ihnen einst zugeschrieben wurden, fast vergessen. Spuren davon finden sich in Sagen und Bräuchen, personifiziert lebt die Erinnerung in der schönen Gestalt des Griechen Narziss. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
SPIEGEL 1985, 38 cm Ø
|
Komposch macht das Spiegelerlebnis des Narziss nachvollziehbar. Es ist kein Zufall, daß sich vor seinen Spiegeln das Bild des Wasserspiegels einstellt, der noch in gläserner Ruhe Leben atmet, den der leiseste Hauch bewegt. Auch in den Komposchspiegeln ist immer Leben und Bewegung. Wellen laufen durch sie hindurch, kräuseln und teilen die Oberfläche, |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
SPIEGEL 1996, 52 x 52 cm |
vervielfachen das Abbild durch Spiegel im Spiegel, verfremden es durch kühne Perspektiven, zerbrechen die konventionelle Vorstellung, die wir von unserer Umwelt haben. Sie geben dem Auge seine Frische zurück, lehren es wieder zu sehen ohne den Filter des entsinnlichten Begriffs. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
SPIEGEL 1997, 60 x 60 cm
|
Hinter dem Spiel der Reflexe werden exakte Kompositionen sichtbar. Entwürfe zeichnen die Strukturen vor, optimieren die Wirkungen, die der Schliff dem Kristallglas geben, die Licht- und Tonnuancen, die er erzeugen kann. Komposchspiegel sind Spiegel-Bilder, die Nähe zur Malerei ist evident. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
SPIEGEL 1996, 40 x 40 cm |
Der spezifische Spiegeleffekt, der die Spiegelkabinette des Rokoko berühmt gemacht hat, ist bei Komposch nicht die einzige Dominante. Seine wändedeckenden Spiegelflächen gewinnen durch aufwendige Bearbeitung und Betonung der Architektur eine ähnliche Form wie die Bauplastik. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
SPIEGEL 1996, 32 x 45 cm, beidseitig geschliffen |
Charakteristisch für alle Komposchspiegel und eines ihrer Qualitätsmerkmale ist das Ineinandergreifen von Handwerk und künstlerischer Gestaltung. Es ist so ausgeprägt, daß es die Bedeutung dieser Wechselbeziehung für jede bildende Kunst eindrucksvoll widerspiegelt. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||