Arnulf Komposch

geb.: 1942 in Klagenfurt
Ausbildung in der Glasfachschule Kramsach / Tirol
Meisterprüfung als Glasschleifer und Spiegelbeleger
Eigene Werkstätte ab 1965 in Klagenfurt
Studienaufenthalte in Paris, Rom, Wien, Dalmatien und nördliches Afrika.
Förderungspreis der Kärntner Landesregierung für Bildende Kunst 1971.
Arbeitet ausschließlich künstlerisch mit geschliffenem Glas und Spiegeln.

Tarviserstraße 4h
A-9020 Klagenfurt &endash; Austria
Tel. u. Fax: 0463 511 972
Handy: 0043 676 50 61 8 61

e-mail: komposch@netway.at
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Arnulf Komposch

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SPIEGEL

1996, 37 x 37 - 54 cm

 

Die Spiegel des Arnulf Komposch
Von Ludwig Plakolb

Ein Spiegel erwacht in dem Augenblick zum Leben, da er etwas reflektiert. Die Spiegel des Arnulf Komposch hingegen stellen gleichsam schon in ihrem vorschöpferischen Zustand der Leere und der Bewegungslosigkeit ihre eigenen Reflexionen an, erwecken sich selbst zum Leben. Verfängt sich nun der Blick des Betrachters in diesen Spiegeln, verwandelt sich die Spiegelwelt in ein künstlerisches Zauberkabinett von ebenso präziser wie unendlich variabler, immer aber ästhetisch ansprechender Gesetzmäßigkeit, wird aus dem Schau-Raum ein Bühnenraum und aus dem Beschauer ein Mitspieler, ein Pantomime.

SPIEGEL

 1988, 150 x 160 cm

Die Spiegel des Arnulf Komposch provozieren ein Spielerlebnis und eine Spielhandlung in Form von kaleidoskopischer Projektionsmöglichkeiten. Diese Provokation kommt einem Zwang gleich, denn es ist kaum möglich, vor einem Komposchspiegel unbeweglich zu bleiben, zu erstarren. So betrachtet, sind diese Spiegel nicht nur eine Art von Lichtstrahlen-Mobiles, sondern eminent theatralische Objekte, die der Mensch in Bewegung setzt und von denen er selber in Bewegung gesetzt wird. Die permanente Verwandlung ist: Verwandlung der Realität zu neuen Formen, in ständiger Bewegung. Ein nahezu futuristischer Traum, der hier zur Spiegelwahrheit wird.

SPIEGEL

1994, 40 x 36 cm

Die Spiegel des Arnulf Komposch widerspiegeln auf völlig eigenständige Art die Trends der gegenwärtigen künstlerischen Bestrebungen: sie sind plakativ, sind Glas-Poster, sind selbst die Plakate, die zum Spiel mit ihnen einladen; sie schaffen einen Raum, der in Bewegung geraten und mit Bewegung erfüllt werden kann, sich als Bühnenraum anbietet; und letztendlich bieten sich mittels der Droge optischer Gesetze dem Spiegel-Spieler die Möglichkeiten eines Trips in ästhetisch schizophrene Welten. Die Spiegel des Arnulf Komposch sind Kommunikationsobjekte, die den Menschen mit dem Kunstwerk in Beziehung setzen, die Isoliertheit des Einen wie des Anderen auf selbstverständlich zwingende Weise überwinden.

SPIEGEL

1996, 21 x 21 cm

Komposchspiegel
von Trude Polley

Man nennt ihn kurz und bündig den "Spiegelkomposch", und "Komposchspiegel" ist der lapidare Titel einer Dokumentation, die über ihn und seine Arbeit Auskunft gibt. Das Doppelwort ist zum Begriff geworden, bei Kennern ebenso wie beim Publikum. Aus gutem Grund.

SPIEGEL

1996, 42 x 42 cm

 

Arnulf Komposch war (und ist) von Glas fasziniert: er studierte es, experimentierte damit, holte sich Anregungen bei den besten Glaskünstlern Europas, den Venezianern und Böhmen. Ergebnis war neben der handwerklichen Perfektion eine intime, er sagt: "sinnliche", Beziehung zum Material, ein Instinkt für die Möglichkeiten des schleifbaren, reflektierenden Glases.

SPIEGEL

1985, 45 x 50 cm

 

So schuf er sich das Instrumentarium für sein expressive Formensprache, für die intellektuelle Raffinesse, mit der er das Eigenleben der Spiegel aktiviert. Komposch-Spiegel produzieren die erstaunlichsten Spiegelbilder, sie wecken und beflügeln die Phantasie.

SPIEGEL

1994, 31 x 42 cm

Seit Spiegel allgegenwärtig sind, sind die magischen Kräfte, die ihnen einst zugeschrieben wurden, fast vergessen. Spuren davon finden sich in Sagen und Bräuchen, personifiziert lebt die Erinnerung in der schönen Gestalt des Griechen Narziss.

SPIEGEL

1985, 38 cm Ø

 

Komposch macht das Spiegelerlebnis des Narziss nachvollziehbar. Es ist kein Zufall, daß sich vor seinen Spiegeln das Bild des Wasserspiegels einstellt, der noch in gläserner Ruhe Leben atmet, den der leiseste Hauch bewegt. Auch in den Komposchspiegeln ist immer Leben und Bewegung. Wellen laufen durch sie hindurch, kräuseln und teilen die Oberfläche,

SPIEGEL

1996, 52 x 52 cm

vervielfachen das Abbild durch Spiegel im Spiegel, verfremden es durch kühne Perspektiven, zerbrechen die konventionelle Vorstellung, die wir von unserer Umwelt haben. Sie geben dem Auge seine Frische zurück, lehren es wieder zu sehen ohne den Filter des entsinnlichten Begriffs.

SPIEGEL

1997, 60 x 60 cm

 

Hinter dem Spiel der Reflexe werden exakte Kompositionen sichtbar. Entwürfe zeichnen die Strukturen vor, optimieren die Wirkungen, die der Schliff dem Kristallglas geben, die Licht- und Tonnuancen, die er erzeugen kann. Komposchspiegel sind Spiegel-Bilder, die Nähe zur Malerei ist evident.

SPIEGEL

1996, 40 x 40 cm

Der spezifische Spiegeleffekt, der die Spiegelkabinette des Rokoko berühmt gemacht hat, ist bei Komposch nicht die einzige Dominante. Seine wändedeckenden Spiegelflächen gewinnen durch aufwendige Bearbeitung und Betonung der Architektur eine ähnliche Form wie die Bauplastik.

SPIEGEL
         1996, 32 x 45 cm, beidseitig geschliffen

Charakteristisch für alle Komposchspiegel und eines ihrer Qualitätsmerkmale ist das Ineinandergreifen von Handwerk und künstlerischer Gestaltung. Es ist so ausgeprägt, daß es die Bedeutung dieser Wechselbeziehung für jede bildende Kunst eindrucksvoll widerspiegelt.

Einzelausstellungen in Kunstgalerien

Bari

I

Kunstmesse

1997

Bordeaux

F

Chateau Vendeaud

1977

Den Haag

NL

Glass Galery

1986

Düsseldorf

D

Kunstmesse

1947

Graz

A

Forum Stadtpark

1974

Graz

A

Galerie E

1970

Klagenfurt

A

Galerie Carinthia

1981

Klagenfurt

A

Galerie Slama

1969, 1994

Klagenfurt

A

Galerie Schnitzer

1981, 1983, 1986, 1988

Klagenfurt

A

Künstlerhauscafe

1989

Klagenfurt

A

Z-Bank

1991

Krastal

A

Symposium im Steinbruch

1974

Krems a.d. Donau

A

Moderne Galerie im Dom

1972

Landshut

D

Galerie im Rathaus

1998

Lichtenstein

FL

Galerie Nendeln

1991

Linz

A

Galerie M

1977

London

GB

Olympia

1968

Ljubljana

SLO

1998

Ma.Schulz a. Semmering

A

Kulturzentrum Seidl

1972

Novi Sad

YU

Kulturni Centar

1989

Paris

F

Galerie Weiler

1969

Pörtschach a. W.

A

Galerie Schloß Seefels

1970

Salzburg

A

Galerie Academia

1985

Salzburg

A

Pressezentrum Festspiele

1975

Split

YU

Galeria Alfa

1989

St.Veit a.d. Glan

A

Stadtgalerie

1976

Triest

I

Glaskunst aus Österreich

1977

Udine

I

Intart

1978

Verona

I

Societa belle Arti

1999

Villach

A

Galerie Tomschehof

1973, 1975, 1977

Wien

A

Galerie St. Stephan

1970

Wien

A

Modern Art Galerie

1972

Wien

A

Galerie Contact

1973, 1974, 1975, 1977

1979, 1981, 1983, 1986, 1989, 1992, 1995

Wiesbaden

D

Österr. Kulturinstitut

1991

Zagreb

YU

Musej Grada Zagreba

1988

Zell am See

A

Stadtgalerie

1979

Und viele Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland






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