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Photo Copyrights: Hofmeister
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HOFMEISTER
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Der grosse
Q
Hofmeister als Einbuchstabenschreiber bzw. Einbuchstabenmaler sieht
Schrift wo Bild und Bild wo Schrift. Notation und Imagination wechseln.
Er bringt die Codes ins Fließen, zurück zu ihrem Übergang,
d.h. zur Quelle ihres Sinns, dem Gemurmel ihres Un-sinns. Er setzt
auf die Wiederholung, beinahe in Form der Litanei, insofern ist
er radikal, insofern nahe dem Religiösen; aber als Künstler
verzichtet er auf den sinnstiftenden vorgegebenen Horizont - außer
wir betrachten das System der Kunst als solchen. Hofmeister bringt
mit seinem Malen bzw. Schreiben des stets selben Buchstabens die
Leistung der Typografie in Sichtweite. Es ist die Typografie, welche
die Vergangenheit der Schrift, das Bild, gegenwþrtig und auch nutzbar
macht und insofern auch zeigt, da sie ihm nicht entkommt. Er befreit
diese Geste in zweifacher Hinsicht. Einerseits indem er sie allein
in den Dienst seiner Werkgeste, seines Stils stellt und sie von
ihrer evokativen und rezeptiven Funktion loslöst und andererseits
indem er die Schrift vermittels der Konzentration auf einen Buchstaben
von der Kombinatorik des Sinns im Satz, Text, Buch, usw. löst.
Indem Hofmeister in seiner beinahe mönchischen Schweigsamkeit
des Einbuchstabenschreibers Schrift und Bild zu ihrem Ur-sprung
als Übergang führt, setzt er ganz gegen das Zeitgeistig-Spektakulþre
des digitalen Codes das Faszinosum des Zeichens. Bedeutung kommt
nicht aus dem Was und Wie des Schreibens und Malens, sondern allein
aus dem Umstand, daß wir es tun. Das WeiterSchreiben und WeiterMalen
hat daher die Funktion, das Ende des Sinns - als dessen vermeintliche
Erfüllung - zu verhindern, die Gezeiten der Bedeutung unterbrechend
in Bewegung zu halten. |
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Hofmeister
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